Gottesglaube – Ein Selektionsvorteil?

Dokumentation des Symposions Die Mensch-Gott-Beziehung im Evolutionären Prozess” vom 14.10. – 17.10.1999 in der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen

Gottesglaube

Vorwort

 Einleitung

Jürgen Schnakenberg – Physik
Schöpfung und Evolution: Das Votum eines Physikers
1.  Physik und Theologie: Widerlegungen und Freiräume
2.  Grenzen: Fragen an den Stand naturwissenschaftlicher Erkenntnis heute
3.  Wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse zustande kommen
4.  Die Frage nach dem Schöpfergott
4.1  Das physikalische Bild der Welt
4.2  Jenseits der Physik
4.3  Naturgesetze und ihre “Logik” als Schöpfungen?
4.4  Das anthropische Prinzip
4.5  Fazit und Rückfragen an die Theologie
5.  Die Frage nach Gott als dem Lenker der Welt
5.1  Wie geschieht Gottes Wirken in der Welt?
5.2  Gottes Wirken im Zufall
5.3  Fazit und Rückfragen an die Theologie
6.  Evolution als Schöpfung?
6.1  Das physikalische bzw. algorithmische Modell von Evolution
6.2  Warum Evolutions-Algorithmen?
6.3  Der Evolutions-Algorithmus als Schöpfung?
7.  Das naturwissenschaftliche Fazit
7.1 Die naturwissenschaftliche Hypothese von der Religiosität
7.2 Der Stand der Diskussion und die zukünftige Entwicklung

Hennig Stieve – Biologie
Über biologische Wurzeln religiösen Verhaltens
1.  Naturwissenschaftliche Betrachtung von Religion
2.  Methoden, Stärken und Grenzen der Naturwissenschaft
3.  Wie finden wir uns in der Welt zurecht?
4.  Charakteristik religiösen Verhaltens
5.  Woher hat der heutige Mensch seine Anlagen?
6.  Evolutionäre Wurzeln moralischen und religiösen Verhaltens im Tierreich
7.  Selektionsvorteile durch Kulte und Religionen?
8.  Wieweit ist religiöses Verhalten angeboren, wieweit erlernt?
9.  Religionsvielfalt – Evolution von Religionen?
10.  Die Eigenschaften der heutigen Menschen?
11.  Wir brauchen eine zeitgemäße Verhaltens-Moral
12.  Brauchen wir Religion?

Volker Sommer – Evolutionäre Anthropologie
Vom Ursprung der Religion im Konfliktfeld der Geschlechter 

1.  Soziobiologische Rekonstruktion der Religionsgeschichte
2.  Blutige Verweigerung, fleischliche Erfüllung
3.  Vom matrilinearen Egalitarismus zum patriarchalen Despotismus
4.  Rituale: Form ist Inhalt
5.  Die Grenzen evolutionsbiologischer Deutung von Religion

K. Helmut Reich – Religionspsychologie
Entstehung und Entwicklung einer Mensch- ‘Gott’ -Beziehung

1.  Phylogenetischer Ursprung der Mensch-‘Gott’-Beziehung
2.  Entwicklung der Mensch-‘Gott’-Beziehung bis heute
3.  Mensch-‘Gott’-Beziehung am Ende des 20. Jahrhunderts
4.  Die ontogenetische Entwicklung der Mensch’Gott’-Beziehung
5.  Versuch, die Mensch-‘Gott’-Beziehung weitergehend zu erfassen
6.  Die Entwicklung von Nietzsches Mensch-‘Gott’-Beziehung
7.  Die Entwicklung von Rilkes Mensch-‘Gott’-Beziehung
8.  Vergleich der religiösen Entwicklung von Nietzsche und von Rilke
9.  Abschließende Betrachtungen

Walter Burkert – Geschichte der alten Religionen
Wozu braucht der Mensch Religion? 

1.  Worum geht es in den alten Religionen?
2.  Religion – ein universales Phänomen menschlicher Kulturen
3.  Religion in der Sicht der Soziobiologie
4.  Der Mensch braucht Religion …
4.1  … zur Begründung von Autorität,
4.2  … für die Eide zur Vermeidung von Lüge
4.3  … zur Unheilsbewältigung
4.4  … für die Erwartung der Reziprozität von Gabe und Gegengabe
5.  Religion in Evolution

Reinhold Bernhardt – Religionswissenschaft / Theologie der Religionen
Die Deutung der Religionsgeschichte in der Spannung von theologischem, philosophischem und soziobiologischem Paradigma.

1.  Walter Burkerts soziobiologische Religionsdeutung
2.  Das Konzept der “Naturreligion” und seine religionsphilosophischen Implikationen
2.1  Polarität von Natur und Geist
2.2  Fortschritts- und Verfallsmodell
3.  Zur Kritik des Sammelbegriffs “Naturreligion”
4.  Zur Kritik evolutionstheoretischer und soziobiologischer Deutemuster
4.1  Das Evolutionskonzept als Paradigma der gesamten Wirklichkeitsdeutung?
4.2  Sind theologische und soziobiologische Religionsdeutungen vereinbar?

Dieter Wandschneider – Philosophie
Über das Göttliche in der Natur
Das Theologie und Naturwissenschaft Gemeinsame in philosophischer Perspektive

1.  Zwei theologische Sackgassen
2.  Gott als Schöpfer der Naturgesetze?
3.  Naturgesetzlichkeit in philosophischer Perspektive

Ulrich Lüke – Katholische Theologie
Der Beitrag der Naturwissenschaften zur natürlichen Theologie und Gotteserkenntnis

1.  Das Anliegen der natürlichen Theologie und Gotteserkenntnis
1.1  Die Dogmatische Konstitution Dei Filius
1.2  Nähere Überlegungen zum Wortlaut
2.  Naturwissenschaftliches Mitspracherecht
3.  Charakteristik der naturwissenschaftlich induzierten Gotteserkenntnis
3.1  Der merkmalsarme, (heils)geschichtslose Gott?
3.2  Der Gott jenseits aller finiten Größen?
3.3  Naturwissenschaft, die ein Umfassenderes über sich erkennt, aus dem sie sich ausschließt?
3.4  Der Gott aus den umfassenden naturwissenschaftlichen Theorien?
4.  Fazit: Naturwissenschaftlich induzierte Evolution der Reflexion auf Religion

Sigurd Martin Daecke – Evangelische Theologie
Religion – Schöpfung Gottes in der Evolution.
Zum Verhältnis von Evolution, Religion und Schöpfung

1.  Die “gute” und die ,,schlechte Nachricht” über die Religion’
2.  Gott – fiktionales Objekt oder handelndes Subjekt der Religion?
3.  Die Trennung der beiden Weiten: übernatürlicher Gott und entgöttlichte Natur
4.  Theologische oder evolutionsbiologische Religionsdeutung?
5.  Das Verständnis der Natur als Schöpfung Gottes verbindet, aber trennt auch Naturwissenschaft und Theologie.
6.  In der Perspektive des Glaubens ist die Evolution Schöpfung Gottes.
7.  Transzendenz des Schöpfers und seine Immanenz im Evolutionsprozess
8.  Der Streit um das Anthropische Prinzip: Ist die Evolution ziellos oder zielgerichtet?
9.  Das ,,starke” Anthropische Prinzip interpretiert die Evolution als geplante Schöpfung.
10.  Im Horizont des Ganzen kann die Evolution als Schöpfung gedeutet werden.
11.  “Schöpfung” als Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Evolution
12.  Gott erschafft die Religion in der Evolution.

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