Tag Archives: Freiheit

2019 – Durch Digitalisierung zur Freiheit 4.0?

Die Moderne ging schon immer mit einem großen Freiheitsversprechen einher. Zunächst zielten die Hoffnungen auf eine Demokratisierung der Gesellschaften. Doch spätestens im 20. Jahrhundert stiegen auch die Erwartungen an eine Alltagstechnik, die die Freiheitsgrade vieler Menschen vergrößert. Das galt für die Kommunikation: das persönliche Telefon, das galt für die Mobilität: der persönliche PKW! Die digitalen Medien steigerten dieses Verfügbarkeitsversprechen dramatisch. Das Internet machte Daten mit einem Mal weltweit verfügbar, die Sprache verriet eine neue Leichtigkeit: man „browste im Netz“ oder „surfte auf den Internetseiten“. Freundschaften konnten quer über den Globus durch soziale Medien geschlossen oder gepflegt werden. Doch seit einigen Jahren werden auch Schattenseiten dieser Möglichkeiten erkennbar. Nicht nur werden weltweite Daten verfügbarer, auch die eigenen, persönlichen Daten können von anderen genutzt werden. Inwiefern erhöht der Einsatz von autonomen Systemen die eigenen Freiheitsgrade? Werden sie nicht gleichzeitig eingeschränkt, weil zunehmend (Vor-)Entscheidungen auf technische Systeme verlagert werden? Wir stehen vor weitreichendem Einsatz von Robotern und Systemen mit künstlicher Intelligenz. Wie kann und wie wird das unser Leben, das zwischenmenschliche Miteinander, gesellschaftliche Werte und unser Selbstverständnis verändern?  Worauf müssen wir bei der Einführung dieser Technologien achten, damit fundamentale Werte gewahrt bleiben?

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2017 – Der Mensch, ein Tier! Und sonst?

Im Laufe der Wissenschaftsgeschichte wurden in den verschiedenen Disziplinen zahllose Definitionen oder definitionsähnliche Äußerungen dessen auf- und angeboten, was der Mensch sei oder doch sein solle. Nicht selten wurde dazu das Tier (animal) als Ausgangspunkt oder als Definitionssockel benutzt. Entsprechend ergänzten dann die Definitionen oder definitorischen Äußerungen das Tierische am Menschen um ein Spezifikum humanum. Vom animal rationale, animal sociale und animal politicum, vom animal orans, vom animal ludens und vom animal ridens und anderem mehr wurde dann gesprochen. Dabei erfreut sich, wie zu vermuten ist, keine dieser Definitionen einer allseitigen Anerkennung oder gar einer deutungsgeschichtlichen Monopolstellung.

Es könnte aber doch sein, dass eine Betrachtung ausgewählter Aspekte dieser Definitionsversuche im multiperspektivischen interdisziplinären Diskurs – analytisch wie synthetisch – Umrisse eines Menschenbildes ergeben, das Vereinseitigungen der Vergangenheit und Gegenwart vermeidet und angesichts der heutigen (post)modernen Anfragen intellektuell reputationsfähig ist.

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